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FunakoshiIm Karate gibt es keinen ersten Angriff

 

Wer Dojokun und Shoto-Niju-Kun beherzigt, besitzt eine gute Grundlage für den richtigen Umgang mit Situationen in denen es auf den Schutz der eigenen Person ankommt. Niemand verliert sein Gesicht, wenn er einer handgreiflichen Auseinandersetzung aus dem Weg geht und sich verteidigen können, bedeutet nicht, nach Auseinandersetzungen zu suchen.

 

Das Glück kommt in Wellen – dazwischen stirbt man tausend Tode.  - Gishin Funakoshi

 

Wer längere Zeit Karate trainiert, benötigt Ausdauer und eine guten Willen, fördert dafür im Gegenzug Fitness und Wohlbefinden. Regelmäßiges Training und Konzentration formen Charakter und Verhalten. Die Ethik des Karate zeichnet sich durch Disziplin aus. Dadurch erreicht man ein gefahrloses Training und vermittelt Karate als Kampfkunst, die zwischen Karateka, aber nicht gegen Außenstehende zur Anwendung kommen soll.

 

Karate ist...

...mehr als die Summe seiner Teile. Unterschiedliche Gründe führen zum Karate und im Laufe eines Karate Lebens wechselt man sicherlich mehr als einmal die Perspektive und das Ziel. Allen Entwicklungsstufen liegt das gleiche Regelwerk zugrunde, auch wenn dessen Anwendung abhängig vom Kenntnisstand variiert.

 

Karate ni sente nashi – im Karate gibt es keinen ersten Angriff!

Der Karateka wird zu einer friedfertigen Haltung erzogen. Körperliche Gewalt und deren Anwendung kann und darf immer nur letztes Mittel zur Selbstverteidigung sein. Der Anfänger lernt grundlegende Techniken Diese sehen einfach aus, werden aber immer weiter perfektioniert.

 

Karatetechniken beginnen mit...

1. Der korrekten Verbindung zwischen Boden und Füßen, gutes Karate ist im wahrsten Sinne des Wortes fest verwurzelt

2.  Dem richtigen Einsatz der Fußgelenke, der Knie, der Ober- Unterschenkel und der Hüfte um einen stabilen Stand zu erreichen und kraftvolle Fuß-Techniken zu erzielen

3. Dem richtigen Einsatz des Oberkörpers, Schultern, Rücken, Arme, Ellbogen und Hände um dynamische Angriffs- und Abwehrtechniken zu erzielen

4. Der korrekten Verbindung und Koordination von Unterkörper und Oberkörper bei richtigem Einsatz der Hüfte

 

Aus dem KVBW-Karatemagazin - Ausgabe 1/2015